Teile
Lesen Sie die Kurztexte (1–5) und entscheiden Sie, welche Überschrift (a–j) zu welchem Text passt. Jede Überschrift darf nur einmal verwendet werden. Eine Überschrift bleibt übrig.
📋 Überschriften a–j (zum Nachschlagen)
[A] Schaden an Kreuzfahrtschiff verhindert Weiterfahrt
[B] Bäder, Seen und Natur – im hessischen Paradies
[C] Freiheit und Natur – nach sechs Wochen harter Arbeit
[D] Jugendliche arbeiten für Jugendliche
[E] Aus der Stadt an die See – sichere Strände für Urlauber
[F] Urlaub an deutschen Seen immer gefährlicher
[G] Kinderarbeit in Deutschland: Jugendliche werden zur Arbeit gezwungen
[H] Nach harter Arbeit durch nordische Gewässer
[I] Zu Gast bei den Fürsten
[J] Wegen Niedrigwasser: vom Fluss auf die Straße
Die Region Waldeck-Frankenberg im Norden Hessens bietet Urlaubern eine beeindruckende Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten. Eingebettet zwischen dem Kellerwald und dem Rothaargebirge erstreckt sich hier eine der waldreichsten Gegenden Deutschlands. Besonders beliebt ist der Edersee, einer der größten Stauseen Europas, der mit seiner türkisblauen Wasserfarbe und den umliegenden dichten Wäldern an skandinavische Fjordlandschaften erinnert. Besucher können hier nicht nur baden und segeln, sondern auch die berühmte Staumauer besichtigen, die mit 47 Metern Höhe ein technisches Meisterwerk ihrer Zeit war. Für Aktivurlauber bietet die Region ein gut ausgebautes Netz an Rad- und Wanderwegen, darunter der beliebte Eder-Radweg, der auf über 180 Kilometern entlang des gleichnamigen Flusses führt. Im Winter verwandeln sich die Höhenlagen rund um Willingen in ein beliebtes Skigebiet. Kulturell Interessierte können das Schloss Waldeck besuchen, das hoch über dem Edersee thront und heute ein Museum sowie ein Hotel beherbergt. Die Kombination aus unberührter Natur, sportlichen Aktivitäten und kulturellen Highlights macht Waldeck-Frankenberg zu einem ganzjährigen Reiseziel für die ganze Familie.
1. Text 1: Welche Überschrift passt?
Jedes Jahr zieht es Hunderttausende Urlauber an die deutschen Küsten von Nord- und Ostsee. Damit der Badeurlaub nicht zur Gefahr wird, sorgen die Mitglieder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) für Sicherheit an den Stränden. Allein an der Nordseeküste sind in der Hauptsaison täglich über 2.000 ehrenamtliche Rettungsschwimmer im Einsatz. Sie überwachen die ausgewiesenen Badeströmungen, warnen vor gefährlichen Unterströmungen und leisten im Notfall Erste Hilfe. Besonders an den Stränden von St. Peter-Ording, Sylt und Cuxhaven patrouillieren die Rettungsschwimmer von frühmorgens bis zum Sonnenuntergang. Die markanten rot-gelben Flaggen kennzeichnen die bewachten Badezonen, in denen Urlauber gefahrlos ins Wasser gehen können. Wer die Warnhinweise missachtet und außerhalb der gekennzeichneten Zonen badet, riskiert nicht nur sein eigenes Leben, sondern bringt auch die Retter in Gefahr. Die DLRG appelliert daher an alle Badegäste, ausschließlich die bewachten Strandabschnitte zu nutzen und bei auflandigem Wind besonders vorsichtig zu sein, da dann die Gefahr von Strömungen zunimmt.
2. Text 2: Welche Überschrift passt?
Sechs Wochen lang haben zwölf Jugendliche aus ganz Deutschland auf einer Werft in Stralsund an einem außergewöhnlichen Projekt gearbeitet: Sie bauten ein traditionelles Holzfloß, mit dem sie anschließend zehn Tage lang durch die Gewässer Südschwedens fuhren. Das Projekt mit dem Namen „Flöß frei!“ wurde vom Verein „Jugend in Aktion“ initiiert und sollte jungen Menschen nicht nur handwerkliche Fähigkeiten vermitteln, sondern auch den respektvollen Umgang mit der Natur fördern. Nach der Fertigstellung des Floßes begann die Reise in Göteborg. Von dort aus ging es durch die malerische Schärenlandschaft der schwedischen Westküste. Die Jugendlichen navigierten selbstständig, kochten gemeinsam an Bord und übernachteten unter freiem Himmel oder in einfachen Hütten auf unbewohnten Inseln. Begleitet wurden sie von zwei erfahrenen Betreuern und einem schwedischen Naturführer, der ihnen die einzigartige Flora und Fauna der Region näherbrachte. Das Projekt fand großen Anklang bei den Teilnehmern, von denen viele zum ersten Mal ohne ihre Eltern unterwegs waren. Einer der Jugendlichen resümierte: „Ich hätte nie gedacht, dass ich so viel schaffen kann. Diese Erfahrung nehme ich mein Leben lang mit.“
3. Text 3: Welche Überschrift passt?
In Hamburg und ganz Norddeutschland findet einmal im Jahr der sogenannte „Sozialtag“ statt. An diesem Tag tauschen Jugendliche die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz und spenden ihren Lohn für soziale Projekte. Die Idee ist einfach, aber wirkungsvoll: Schülerinnen und Schüler suchen sich eigenständig einen Arbeitgeber für einen Tag – sei es im Büro, im Einzelhandel, im Restaurant oder bei der Gartenarbeit – und das verdiente Geld fließt vollständig in Hilfsprojekte in Deutschland und weltweit. Im vergangenen Jahr nahmen allein in Hamburg über 5.000 Jugendliche am Sozialtag teil und sammelten insgesamt mehr als 120.000 Euro. Die Hälfte des Geldes kommt lokalen Projekten zugute, etwa Jugendzentren, Obdachlosenhilfe oder Umweltinitiativen. Die andere Hälfte wird für internationale Bildungsprojekte in Osteuropa, Afrika und Lateinamerika verwendet. Der Sozialtag ist damit nicht nur eine Möglichkeit, Gutes zu tun, sondern auch eine wertvolle Erfahrung für die jungen Menschen selbst, die an diesem Tag Einblicke in die Arbeitswelt gewinnen und lernen, Verantwortung zu übernehmen.
4. Text 4: Welche Überschrift passt?
Eine Flusskreuzfahrt von Potsdam nach Prag gehört eigentlich zu den beliebtesten Urlaubsrouten in Mitteleuropa. Die Schiffe fahren auf der Havel und der Elbe durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Wäldern, Burgen und historischen Städten. Doch in diesem Sommer machte die anhaltende Trockenheit vielen Reedereien einen Strich durch die Rechnung. Der Wasserstand der Elbe sank im Juli und August auf einen Tiefstwert von nur noch 85 Zentimetern, sodass die Schiffe den Flussabschnitt zwischen Magdeburg und der tschechischen Grenze nicht mehr passieren konnten. Mehrere Reiseveranstalter mussten kurzfristig reagieren und organisierten Bustransfers für die Passagiere, um die flachen Passagen zu umgehen. Anstatt die Burgen und Weinberge vom Wasser aus zu genießen, fuhren die Kreuzfahrtgäste nun auf der parallelen Autobahn – eine für viele Reisende enttäuschende Alternative. Ein Sprecher des Reiseveranstalters räumte ein, dass man den Gästen zwar Ersatzprogramme angeboten habe, das Erlebnis einer Flusskreuzfahrt aber so nicht ersetzt werden könne. Dennoch hätten sich die meisten Passagiere verständnisvoll gezeigt, da das Wetter nun einmal nicht planbar sei.
5. Text 5: Welche Überschrift passt?